Auszüge aus Pressestimmen über mich als Harmonist und Kapellmeister:

 

Über die Premiere von Smetanas "Die verkaufte Braut schreibt die Neue Presse, Coburg, am 19.6.01:
„Das Orchester gab gleich mit der einzigartigen Ouvertüre eine glänzende Visitenkarte ab. ‚Vivacissimo’-Präzision und Pianissimo vom Feinsten weckten Erwartungen, die unter der klaren und inspirierenden Leitung von Jan Hennig erfüllt wurden.“ 


Die Premiere von Rossinis "La Cenerentola" war am 13.6.00 Thema in der Neuen Presse, Coburg:

„Unter der Leitung von Jan Hennig musizierte das Orchester mit spritziger Brillanz ebenso wie mit höchst sensiblen Dialogen mit den Solostimmen. Hier waren die Bläser, vor allem das Holz, mit bestechenden wiedergaben in Bestform. Jan Hennig hielt am Pult konzentriert und impulsiv die Fäden in der Hand, was vor allem bei den vielen Fermaten der Solostimmen und den verzwickten Parlandoszenen nicht nur Konzentration, sondern auch Kondition erfordert.“ 


Das Coburger Tageblatt schreibt am 25.4.00 über die PremiereManon von Massenet:
„Für den erkrankten GMD H. K. sprang sein Assistent Jan Hennig routiniert ein und brachte die durchsichtig wie klangvoll instrumentierte Musik des Meister der lyrischen Stimmungen und der leisen Zwischentöne subtil zum Erklingen, dabei vom bestens disponierten Orchester des Coburger Landestheaters wirkungsvoll unterstützt.“


Die Premierenkritik über "Die Kameliendame" (Ballettabend mit Musik von Verdi) am 24.1.00 in Coburgs Neuer Presse:
„Die große Besetzung im Orchestergraben bewies auch die musikalische Ernsthaftigkeit für das Tanztheater. Jan Hennig am Pult ließ keinen Zweifel an seiner dirigentischen Kompetenz. Da wurde nicht nur diszipliniert musiziert, sondern alle Teile des Verdi-Mix gestaltete der junge und energische Dirigent wo nötig einfühlsam und an den exponierten Stellen wahrhaft explosiv."    

                           

Über eine Vorstellung von Humperdincks "Hänsel und Gretel" in Münster schreibt Orpheus 02/96:
„Jan Hennig leitete das hervorragend präparierte Münsteraner Symphonieorchester am 15.11. mit Geschick, entfaltete einen leuchtenden Wagner-Klang, der für die nähere Zukunft mit dem Orchester gespannt sein lässt.“

Zum Konzert „Von der Expression zur Celesta“ schreibt die Nassauischen Neue Presse am 29.04.2009:

„Welchen musikalischen Variantenreichtum dieses Instrument vorhält, bewies Jan Hennig in seinem Konzert.(...)Mit hoher dynamischer Präzision geriet auch das Allegretto aus dem Jahr 1867 von César Franck komponierten „Quasi Marcia“, das Jan Hennig wundervoll exakt spielte und das trotzdem das Kirchenschiff mit so gefälligem, schwebendem Klang erfüllte, als säße man in einem französischen Künstlersalon.(...)Abgerundet wurde dieses beeindruckende Konzert von der gewaltig anspruchsvollen Sonate op.10 pour Orgue-Mustel von Jules Mouquet, bei der Harmonist Jan Hennig noch einmal die musikalische Üppigkeit seines Instruments präsentierte.“


Die Mainpost Würzburg schreibt am 6.6.05 über Rossinis "Petite messe solenelle":
„Die Solisten vermittelten im Zusammenwirken mit dem Klavier und dem seltenen Harmonium d’art Mustel, das K.B. und Jan Hennig sensibel und dynamisch differenziert betreut hatten (ganz vorzüglich das auf dem Harmonium gespielte Preludio religioso) ein eindrucksvolles Bekenntnis zum christlichen Glauben, das musikalisch strahlend zur Wirkung kam.“

Über meine CD:


Preis der deutschen  Schallplattenkritik - Bestenliste 2/12:

So klang sie also: Die Musik in den Pariser Salons, die Musik der Belle Époque, gespielt auf einer sogenannten Orgue célesta, jenem Klangwunderwerk der Pariser Firma Mustel. Jan Henning inszeniert auf diesem Harmonium ein musikalisches Feuerwerk, er nobilitiert das Instrument mit seinem virtuosen und klangsinnlichen Zugriff. Eine beglückende Begegnung mit Originalwerken, die man so noch nicht gehört hat. (Für die Jury: Martin Hoffmann)


Georg Waßmuth in SWR2 - Sendung vom 24. März 2012:

Zum Abschluss stelle ich Ihnen dann ein Ausnahmeinstrument vorgestellt werden. Jan Hennig ist ein Meister des sogenannten Kunstharmoniums.

Das Label Ambiente Audio hat hier eine wirklich sehr gelungene Produktion vorgelegt.(...)

Neugierde soll auch das Stichwort für den Pianisten Jan Hennig sein.  Er fand vor Jahren ein ziemlich ramponiertes Harmonium und machte sich ans restaurieren. Es war kein gewöhnliches Instrument, bei dem man kräftig in die Pedal tritt um in der Kirche ein paar Choräle zu begleiten,  sondern ein so genanntes Kunstharmonium speziell konzipiert für den künstlerisch-solistischen Einsatz. (...)

Diese liebevoll gestaltete CD ist beim Label Ambiente erschienen und führt quasi historisch und beispielhaft durch die Geschichte des Instrumentes. Aus dem Fundus der Originalwerke für Kunstharmonium hat Jan Hennig Werke ausgesucht, die die einzelnen Entwicklungsschritte wiedergeben, denn gerade in den vornehmen Pariser Salons war das Kunstharmonium bald gern gehörter Gast. (...)

Seine Interpretationen sind absolut meisterhaft. Durchdrungen vom Wissen um die spezielle Spieltechnik des Instrumentes und getragen von einer wachen und pointiert ausgespielten Musikalität. Die CD ist mit einem ausführlichen Booklet beim Label Ambiente erscheinen und ein einziges Hörvergnügen.


Michael B. Weiß am 01.03.2012 in Klassik-Heute:

Als ein genuines Haus- oder in seiner Funktionalität bescheidenes Kircheninstrument stand das Harmonium bislang nicht im Zentrum des Interesses des Musikbetriebs; allenfalls seine prominente Verwendung in Richard Strauss´ Ariadne auf Naxos bescherte ihm ein wenig Aufmerksamkeit. Im 19. Jahrhundert war dies anders; besonders die technischen Neuerungen und der anschließende wirtschaftliche Erfolg der Pariser Instrumentenbauerfamilie Mustel führten dazu, dass nun auch von namhaften Komponisten, aber auch interessanten Nebenfiguren, für die „orgue expressif“ geschrieben wurde. Diese Expressivität, die das Harmonium als einziges nichtelektronisches Tasteninstrument zu leisten vermag, wird denn auch von den hier versammelten Stücken aus der französischen Produktion weidlich ausgenutzt. Der Harmonist kann den Ton nach Belieben an- und abschwellen lassen, wie dies besonders die andächtigen und erbaulichen Werke von Boely oder Alphonse Mustel, dem Enkel von Victor, demonstrieren. Hier wird anschaulich, warum das Harmonium als Orgelersatz in der Kirche so beliebt ist; schön, wie Jan Hennig, der auf diesem wunderbaren Harmonium-Recital eine „Orgue-Cèlesta“ von 1902/03 aus Mustels Firma spielt, anschaulich macht, wie die Tasten besonders im Baßregister schwerer ansprechen und überhaupt die Geräuschhaftigkeit dieses quasi vorsintflutlichen und geheimnisvollen, da naturbegabten Synthesizers, betont. Zum interpretatorischen Ereignis wird dieses Album auch dadurch, wie geschmackssicher Jan Hennig, ein vielseitiger Musiker und nicht zuletzt ein wahrer Meister seines seltenen Instruments, auch die populären Aspekte der Harmoniums-Musik voll auskostet: etwa den Witz des Boléros von Lefébure-Wély oder der beiden Capricen des großen Guilmant. Er trifft sogar den heiklen Hautgout in Georges Bizets gleichzeitig köstlich und schaurig sentimentaler Crépuscule (Dämmerung). Der heimliche Höhepunkt dieser kurzweiligen, lehrreichen und rundum empfehlenswerten Aufnahme freilich ist Lemmens' Walpurgisnacht, eine makabre danse macabre, die auch stimmungsvollen Gebrauch von der seinerzeit ebenfalls (übrigens auch von Mustel) frisch erfundenen Celesta macht – hinreißend.


Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität: 10

Gesamteindruck: 10

Bewertungsskala: 1-10